Fakten:

Name: Balu (Czarewitsch 'Balu' von der Apfelblüte)


Spitzname:
Balule, Bärchen, Capt'n Fliegendes Öhrchen


Geburtstag:

zwischen 2002 und 2003


Rasse(n): Rottweiler/Berner Sennenhund Mischling


Balu kam eigentlich als Pflegehund zu uns. Mein Mann hatte ihn auf einer Facebook Seite gesheen und dort wurde er als Balu mit den traurigen Augen bezeichnet. Und dem war auch so. Er sah so vollkommen armselig und allein aus. Als würde er sich Stück für Stück aufgeben.  Seine Vorgeschichte ließ keine Rückschlüsse zu. Was man wusste war, dass er seit dem großen Brand im Tierheim Moskau gewesen war. Brandnarben auf seinem Rücken lassen darauf schliessen, dass er sogar dabei gewesen ist, und dieses schreckliche Feuer überlebt hat. Leider waren bei diesem Brand alle Unterlagen der Hunde direkt mit verbrannt und so wissen wir nichts über seine Vorgeschichte oder welches Alter er genau hatte. Eins war klar 2008, als das große Feuer war, war er schon 7 - 8 Jahre alt.
Als er dann zu uns kam, dachten wir, er wäre sehr schwer vermittelbar - alt, schwarz, groß - wird schwierig werden. Doch dem war nicht so. Auf Anhieb hatte er direkt einige Interessenten und wir entschieden uns für ein nettes Ehepaar aus Berlin. Es war auch alles gut, bis Balu dort das erste Mal nur mit Frauchen übernachten sollte. Was wir nicht bedacht hatten, war, dass Balu Hitze und Wärme überhaupt nicht mochte.
Er hatte sich in unserem Haus die zugigste und kälteste Stelle als Liegeplatz ausgesucht, die wir ihm dann wenigstens abdichteten. Sein Bärenfell war so dick, er bekam einen Hitzekoller im neuen Zuhause. Leider hat er dadurch randaliert und wäre beinahe aus einem geschlossenen Fenster gesprungen.
Also alles wieder auf Anfang. Auch beim zweiten Mal schien Balu wieder Glück zu haben. Diesmal wollte eine Familie aus Niedersachsen ihn haben. Wir kannten unseren Spitzbuben ja mittlerweile recht gut und nicht nur, dass er Kälte bevorzugte, er hatte auch einen richtigen Dickkopf.
Bei der zweiten Vermittlung hat er es nur knapp 24 Stunden ausgehalten bis er sich allein und wacker auf dem Weg zu uns zurück machte. Er ist einfach ausgebüchst und wäre wohl, wenn er die Geschwindigkeit, die er in den drei Tagen Abgängigkeit gehalten hätte, ungefähr in 30 Tagen wieder bei uns gewesen. Zweimal gut vermittelt und beide Male wollte er zu uns zurück. Also wurden wir Pflegestellenversager :D Da hatte Balule doch tatsächlich seinen Dickkopf durch gesetzt und so lebte er meist im Garten (ab 4 Uhr morgens wollte er raus in seinen Garten egal bei welchem Wetter). Auch als er älter wurde und seine Äuglein und auch seine Beinchen nicht mehr so flott waren, in seinen Garten mit seinen Enten und Hühnern konnte er immer gehen.

Leider mussten wir unseren Capt'n Fliegendes Öhrchen am 9. Dezember 2016 im hohen Alter von ca. 16 Jahren gehen lassen. Seine Organe versagten eines nach dem anderen. Er war ein nicht unschwieriger Hund, aber nichts desto trotz musste man ihn einfach lieb haben.




 





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